V-Twin-Party in Clausthal

10/16/2006 - -

Es war mal wieder so weit. Am Samstag, den 22.05.04, stieg die große V-Twin-Party in Clausthal. Der Ausrichter (Bikerclub V-Twin) hatte in den letzten Monaten eine riesige Open-Air-Bühne gebaut. Uns und unseren Freunden von Betrayer, ist die Ehre zu Teil geworden, dieses Schmuckstück einweihen zu dürfen. Als wir die Location das erste mal begutachtet haben und auf der Bühne standen (ca. 2,5 m hoch), hatte die kleine Schlucht in der alles stattfand den Reiz eines Amphitheaters (Hammer!!!).

Alles war also für eine Megaparty angerichtet. Aber wer den Harz kennt, weiß, dass das nur die halbe Miete ist. Durch das "typische" Ende-Mai-Wetter (Regen, Schnee, Temperaturen um den Gefrierpunkt) war "www.wetter.de" DIE Webseite des Wochenendes. Wir hofften alle, dass es zumindest trocken sein würde. Doch dieser Wunsch wurde vom Wettergott natürlich nicht erfüllt. Doch obwohl es nicht mehr schlimmer ging, fanden sich überproportional viele feierwütige Leute ein, um mit uns dem Wetter zu trotzen und eine geile Party zu feiern.

Um ca. 20.30 Uhr enterten Betrayer die Bühne und zeigten den Anwesenden wo der Metalhammer hängt. Mit "Shade Of Darkness" und "The Human Dependence" stiegen sie fulminant in ein grandioses Riffgewitter ein. Die Band hatte natürlich mit der Feuchtigkeit und den eisigen Temperaturen zu kämpfen. Dies haben sie jedoch absolut professionell gemeistert. Weiter ging es mit "Source Of Irritation" sowie "Nothing" und "Repulsive Truth". Die Nackenmuskulatur war jetzt angenehm warm. Der Stimmungspegel stieg mit "The Madman" und "Midnight Sun" noch weiter an und gipfelte schließlich in dem letzten Stück "Boogieman". Als Fazit lässt sich nur eines sagen: Perfekt!!!

Während der Umbaupause öffneten sich die Schleusen des Himmels endgültig sperrangelweit. Dies tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Gegen 21.30 Uhr ertönte dann eine laute Feuerwehrsirene und die Blutsbrüder stiegen mit "Jetzt Sind Wir Da" in ihren Set ein. Ein schneller, mit Metalriffs gespickter, Uptempo-Rocker, der die anwesenden Fans gleich packte und Regen und Kälte vergessen ließ. Übergangslos ging es mit "Ein Haufen Scheiße" weiter, ehe es mit "Das Leben" ein bisschen ruhiger wurde. In diesem Augenblick konnte man erstmals hören, wie das Publikum jede Textzeile mitsang (Gänsehaut!!!). "Ich Hasse Dich" schraubte dann die Geschwindigkeit wieder richtig nach oben. Anschließend kroch das düstere Intro zu "Suizid" aus den Boxen. Und schon wieder war Gänsehaut angesagt. Wirklich erstaunlich, wie textsicher das Publikum war und wie enthusiastisch nicht nur die getrageneren Stücke gesangstechnisch unterstützt wurden. Mit "Die Geilheit Ist Der Sieger" kam dann wieder ein gar fröhlich Liedchen und lies alle Anwesenden hüpfen. Jetzt war es an der Zeit für die wunderschöne Akustik-Ballade "Träum’ Schöne Engel", wo sich alle freundschaftlich in den Armen lagen und lauthals mitsangen. Nach dieser kurzen Verschnaufpause folgten mit "Hunde, wollt ihr ewig Leben?" und "Blutsbrüder" noch zwei richtige Abgeh-Rocker und beendeten furios den regulären Set. Aufgrund von massiven Zugaberufen gab es mit der Eishockey-Hymne des BSC-Braunlage "Es Lebe Harzer Eishockey" und dem punkigen "Scheidenkrampf" noch mal richtig einen Tritt in den Arsch. Eine richtig geile Party ging jetzt leider zu Ende und hinterließ viele zufriedene Gesichter.

An dieser Stelle sei noch allen Fans der Blutsbrüder gedankt, die diesen Abend zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht haben. Ihr seid die besten!!!

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